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Reklame fürs Volk

Werbung in der DDR

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Dokumentation

  • Erstausstrahlung:
  • Länge: 45 Minuten
  • Regie: Andreas Schnögl
  • Sender: ZDF info

Produktion

  • Eikon Südwest GmbH
  • Produktionsjahr: 2016

Kontakt

  • Christian Drewing
  • EIKON Media GmbH
    Niederlassung Stuttgart
    Talstrasse 41
    70188 Stuttgart
  • Tel. 0711-2483455
  • drewing@eikon-film.de

Eine Produktion im Auftrag von ZDFinfo

Werbung in einem Land, in dem es keine Ananas zu kaufen gab. In einem Land, wo man ein Jahrzehnt auf ein Auto warten musste. Werbung in einem Land, in dem man eigentlich keine Werbung wollte - da sie ja dem Kapitalismus diente. Absurd.

Und doch gab es in der Deutschen Demokratischen Republik unendlich viel Reklame. Reklame für Tischdecken, für Broiler, für die „Unterleibs-Lotion Yvette-Intim“, mit dem Slogan: „Wohlbefinden für den ganzen Tag“.

Die Werbung, das An-den-Mann-bringen von Produkten, hatte in der DDR eine andere Aufgabe. Sie war gesteuert vom Zentralorgan und wusste wie man Missstände und Mangel an Produkten gut verkauft. Wenn die DDR z.B zu viel Zucker hatte, dann wurde für Zucker verstärkt Werbung getrieben: "Zucker sparen? Grundverkehrt! Der Körper braucht ihn. Zucker nährt!" Zu manchen Zeiten gab es wenig Fleisch, da machte man Werbung für Fisch und steuerte so das Konsumverhalten der Kunden. Im Fernsehen gab es die „Tausend Tele Tipps“, die direkt nach dem Sandmännchen kamen und zur Unterhaltung zwischen den Spots wurden Zeichentrick-Gags eingebaut. Denn Werbung in der DDR musste zwar sein, durfte aber nicht innovativ und marktschreierisch daher kommen. Werbung war realitätsnah und dröge.

Der Film Reklame fürs Volk zeigt ein Land voller Werbung, in dem es keine Werbung geben durfte. Wie haben die Regisseure und Werbetexter überhaupt Werbung gemacht, ohne dass sie sich aufmerksamkeitswirksame Spielereien ausdenken durften? Wer kontrollierte die Werbung, wer sagte, was gut und was schlecht ist? Warum hat man überhaupt Werbung gemacht, wenn es für das Produkt überhaupt keine Konkurrenz gab? Wie war das Bild der DDR-Frau in der Werbung? Und wie wirkte die Werbung überhaupt auf die Genossen und Genossinnen, die die Werbung einfach selber weiter dichteten:

 "Werbung für den Wartburg ist der reinste Hohn. Willst du einen kaufen, kriegt ihn erst dein Sohn.“

  • RegieAndreas Schnögl
  • SchnittAlexander Menkö
  • TonNico Ohnesorge
  • HerstellungsleitungMette Gunnar
  • RedaktionLisa Borgemeister ZDF

Was uns antreibt

“"Werbung für den Wartburg ist der reinste Hohn. Willst du einen kaufen, kriegt ihn erst dein Sohn.““