Seite teilen

Die Hohe Tatra in der Slowakei

Serie

  • Erstausstrahlung:
  • Länge: 30 Minuten
  • Regie: Stephanus Domanig

Produktion

  • Eikon Südwest GmbH
  • Produktionsjahr: 2008
  • Produzent: Christian Drewing (EIKON), Thomas Feldkircher (Prisma Film)

Kontakt

  • Christian Drewing
  • EIKON Media GmbH
    Niederlassung Stuttgart
    Talstrasse 41
    70188 Stuttgart
  • Tel. 0711-2483455
  • drewing@eikon-film.de

Eine Produktion der EIKON SÜDWEST GmbH und Prisma Film- und Fernsehproduktion GmbH und ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE, gefördert von Fernsehfonds Austria

Der Nordosten der Slowakei grenzt an Polen und ist eine der strukturschwächsten Regionen des Landes. Vieles hier ist noch sehr ursprünglich. Die Berghütten der Hohen Tatra, werden bis heute noch von Trägern – Sherpas - mit Lebensmitteln versorgt. Das Tragen hat hier eine große Tradition und entspricht einer Lebenskultur, in der Freiheit und Unabhängigkeit groß geschrieben werden. Viktor Beranek ist 56. An diesem Tag trägt er 76 Kilo Lebensmittel vom Tal, die rund 800 Höhenmeter auf die Rismy Chata, eine Berghütte, die auf 2250 Metern unter dem Rysmi, einem der Höchsten Berge der Hohen Tatra, gelegen ist. Schon seit 1977 arbeitet Viktor auf der Hütte – die letzten acht Jahre als Hüttenwirt.
Auch wenn die Küche hoch oben sehr einfach ist, werden die Lebensmittel durch das Herauftragen auf abenteuerlich konstruierten Holzgestellen zu etwas Besonderem. Victor hat Koch gelernt, aber viele Gerichte kann er auf der Berghütte gar nicht umsetzen. Die Druckverhältnisse sind in dieser Höhe sehr speziell und vieles kann nur im Dampfdrucktopf gekocht werden. Die Kundschaft hat einen anstrengenden Aufstieg hinter sich und braucht etwas Gehaltvolles. Ein wichtiges Gericht auf der Rysmy Chata ist die slowakische Variante der Krautsuppe, ein Eintopf aus Kraut der mit Fleisch, Würsten und Sahne angereichert wird. Die „Buchti“ eine Art Dampfnudel, bringt Viktor schon vorbereitet vom Tal herauf, der Hefeteig würde in der Höhe nicht gelingen.
Das Massiv der Hohen Tara fällt von 2655 Metern, nahezu ohne Übergang auf 750 Meter zur Ebene um Poprad, dem Hauptort der Hohen Tatra, ab. Aber derartig abrupte Gegensätze prägen nicht nur die Landschaft: Ob es um die Spuren der Geschichte oder um die Menschen, die hier leben geht: Harte Kontraste - wohin man schaut.
Der postkommunistische, neue Reichtum, der vielerorts sichtbar wird, hat die ehemaligen Pfründe der sozialistischen Eliten übernommen und ausgebaut. Eine kleine, bürgerliche Mittelschicht beginnt sich langsam zu etablieren. Doch viele schaffen es offensichtlich nicht, sich in den neuen Zeiten zu behaupten. Die Arbeitslosigkeit von 27 % ist sichtbar - nicht nur in den Siedlungen der Roma, die immer größer werden.
Hier engagiert sich, seit fast 25 Jahren Ivan Akimov für junge Romas und versucht ihnen über ihre musikalische Tradition Identität und Selbstvertrauen zu geben. Der ehemalige Träger ist ein alter Freund von Victor und immer mal wieder treffen sich die beiden um sich über ihre früheren Erlebnisse und zukünftigen Hoffnungen auszutauschen.

  • RegieStephanus Domanig
  • ProduzentChristian Drewing (EIKON), Thomas Feldkircher (Prisma Film)
  • RedaktionPeter Allenbacher (ZDF/ARTE)